Meine Lieblings-Osterlegende. Jedes Jahr berührt sie mich in ihrer Schlichtheit neu!
Es waren einmal drei Bäume. Sie wuchsen oben auf einem Hügel. Jeder von ihnen hatte einen ganz besonderen Wunsch, was einmal aus ihm werden sollte, wenn er groß war. Der erste Baum wollte gern zu einer wunderschönen Schatztruhe werden. Der zweite Baum träumte davon, später als stolzes Schiff für Könige über Ozeane zu fahren und der dritte Baum...
...hatte einen noch ausgefalleneren Wunsch: „Hingestellt, weil es Gott so gefällt, als der größte Baum der Welt. Damit jeder bedenkt, was uns Gott alles schenkt und niemand vergisst, wie groß Gottes Liebe ist."
Aber viele Jahre vergingen. Die Bäume wuchsen heran und wurden schließlich gefällt. Und keiner ihrer Träume schien in Erfüllung zu gehen. Aus dem ersten Baum wurde eine Futterkrippe, der zweite ein kleines Fischerboot und der dritte wurde zu Balken geschnitten, gestapelt und – vergessen. Wie traurig!
Doch dann geschieht etwas Überraschendes: Die Futterkrippe steht in einem armseligen Stall bei Bethlehem, als eines Nachts ein Kind in sie gelegt wird – der größte Schatz der Welt.
In das Boot steigt ein Mann, der über Wasser und Sturm regiert – der größte König der Welt.
Und auch dem dritten Baum wird – sie haben es erraten – sein Wunsch über alle Maßen erfüllt: „Hingestellt, weil es Gott so gefällt … damit niemand vergisst, wie groß Gottes Liebe ist.“ Er wird zum Kreuzesstamm.
Liebevoll hat Angela E. Hunt diese alte Legende nacherzählt, in der es um viel mehr als nur erfüllte Wünsche geht.